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26. November 2009

Statement der LHG Bayreuth zu den Hörsaalbesetzungen

Die LHG Bayreuth begrüßt den Einsatz von Kommilitoninnen und Kommilitonen zur Verbesserung der Studiensituation, konstruktiv wie er zurzeit in Bayreuth im Einvernehmen mit der Hochschulleitung stattfindet.
 
Prüfungs- und Studienordnung müssen jedem Studierenden ausreichend Raum für ehrenamtliche und praktische Erfahrung belassen. Wir dürfen individuelle Lebensentwürfe – Nebentätigkeiten, Kindererziehung, Auslandsaufenthalte, …  – nicht an rigider Verschulung scheitern lassen.
 
Wir müssen unsere Bildungschancen nutzen. Das bedeutet einerseits eine Verbesserung der Qualität der Lehre für uns Studierende. Das heißt zum anderen, dass jeder und jede Studienwillige nach Erwerb einer Berechtigung zum Hochschulstudium auch tatsächlich studieren können muss.
 
Es hat sich erwiesen, dass Studienbeiträge die Studienbedingungen verbessern. Wir sind nicht länger ein bloßer Bittsteller, sondern die Studentenschaft kann inzwischen sehr viel autonomer Nachbesserungen in Lehre und Betreuung durchsetzen. Studienbeiträge beibehalten  das heißt vor allem auch Mitbestimmung erhalten. Zugleich sollte allein die fachliche Begabung über die Entscheidung für oder gegen den Antritt eines Studiums entscheiden. Umso wichtiger ist es aus unserer Sicht, dass auch bei Ausübung von Nebentätigkeiten die Regelstudienzeit realistisch zu bewältigen ist. Darüber hinaus halten wir es für gerecht und notwendig, dass Studierende Studienbeiträge nachgelagert entrichten können – dies ist besonders mit Hinblick auf BAföG-Berechtigte eine drängende Forderung.
 
Studierende und Lehrende haben jetzt die Chance und die Freiheit, realisierbare und weitsichtige Vorschläge für eine bessere Studiensituation durchzusetzen – nutzen wir diese Freiräume mit Bedacht!

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